Marco Palmer Photography
Euer Hochzeitsfotograf in Mainz und Wiesbaden

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Hochzeitsfotograf – 5 Fehler, die (fast) jedes Paar bei der Buchung macht!

Brautpaar Selfie
 

Die Überschrift soll euch keineswegs abschrecken, jedoch habe ich nach vielen Jahren der Hochzeitsfotografie immer wieder die gleichen Dinge gehört, die nicht so optimal liefen und daher möchte ich euch dabei unterstützen, dass bei euch alles besser läuft und ihr keine negativen Überraschungen erlebt.  

Hier sind meine Top 5 der Fehler, die leider immer wieder bei der Buchung eines Hochzeitsfotografen passieren. Los geht’s:

1. FEHLER: AN DER FALSCHEN STELLE SPAREN

JA, eine Hochzeit kostet einen Haufen Geld, egal in welchem Umfang. Ich habe selbst vor Jahren geheiratet und bin seit Jahren in diesem Bereich tätig, weiß also nur allzu gut, was da zusammenkommt.
Die vier wichtigsten Bestandteile einer Hochzeit, die aber einen großen Einfluss auf den Erfolg des Tages haben, sind aus der Erfahrung heraus:

  1. Location

  2. Musik (Band/DJ)

  3. Essen und

  4. Fotograf

Überlegt, was ihr jeweils bereit seid, dafür auszugeben und fangt dann erst an, alles andere drum herum zu bauen und die geeigneten Dienstleister dafür zu suchen. Spart also nicht am falschen Ende!

Ihr sollet euch außerdem auch vor Augen halten, dass dieser Tag kein zweites Mal kommt. Man kann ihn nicht zurückdrehen und demzufolge auch nichts davon wiederholen. Fotos der Trauung z.B. kein zweites Mal machen. Sind die Fotos enttäuschend, weil der Fotograf unerfahren ist, oder einfach nicht passt, war es das!

Nicht selten sehen viele Leute nur die Zeit auf der Hochzeit als Arbeitszeit des Fotografens an, aber das ist nur die Spitze des Eisberges. Daher habe ich euch hier eine kleine Aufstellung gemacht, wie viele Stunden man als Fotograf für gewöhnlich dafür investiert (Minimumzeit!):

  • Anfrage und Angebot erstellen (1h)

  • Vorbesprechung und Kennenlernen (1,5 ohne Fahrt)

  • Vorbereitung in Form von Absprachen mit euch zum Tagesablauf, mit den Trauzeugen, teilweise mit der Location oder auch der Kirche (3-5h)

  • Location-Check (1-2h)

  • Vorbereiten der Materialien, gegebenenfalls zusätzliches Leihen von Equipment, Packen (1,5h)

  • An- und Abreise 

  • Standesamt (1,5h)

  • Begleiten des Hochzeitstages (8-12h)

  • Download der Bilder von der Kamera, Backup und Vorselektion (2-3h)

  • Abstimmung mit euch und Bearbeitung der finalen Bilder (3-5h)

  • Lieferung der Daten (1h)

Ein Arbeitsaufwand von 30 Stunden und mehr sind für eine Hochzeitsfotografen demnach keine Seltenheit.


2. FEHLER: IHR LASST EUCH KEINE GANZTAGESREPORTAGE ZEIGEN

Wie bereits in meinen Artikel „Wie finde ich den passenden Hochzeitsfotografen“ erwähnt, ist es ganz wichtig, nicht einfach Jemanden zu buchen, auch wenn er euch empfohlen worden ist. Macht euch ein ausführliches Bild über die Person selbst und über die Fotos und den Stil. 
Da Hochzeitsfotografen mittlerweile eher den gesamten Hochzeitstag begleiten, lasst euch vorab bitte auch eine Hochzeitsreportage zeigen und urteilt nicht nur nach den Pärchen-Fotos.

3. FEHLER: ÄPFEL MIT BIRNEN VERGLEICHEN

Leider habe ich das nicht nur einmal gehört: “Also mein Onkel hat auch eine Spiegelreflex-Kamera und macht manchmal Bilder damit.”. Ich wurde also in den direkten Vergleich mit dem Onkel gestellt und sollte nun verargumentieren, warum mich das Paar trotz der höheren Kosten dennoch nehmen soll.

Solche Vergleiche und Aussagen können sehr verletzend sein, denn ihr vergleicht Jemanden der Jahre an Herzblut, Zeit und Geld in die Hochzeitsfotografie investiert hat, mit Jemanden, der seine Kamera vielleicht nur im Automatik-Modus bedienen kann. Also bitte vermeidet es, Äpfel mit Birnen zu vergleichen und vergleicht auch keine unterschiedlichen Apfelsorten miteinander ;-)
Ein Fotograf der vielleicht tolle Tier- oder Landschaftsaufnahmen macht, ist nicht automatisch ein guter Fotograf für Hochzeiten und ruft deshalb meist auch andere Preise auf, wie Jemand der erfolgreich jahrelang in der Hochzeitsfotografie tätig ist. 

Dafür ist wichtig, dass ihr jedem Fotografen exakt die gleiche Anfrage, mit den gleichen Infos sendet und auch genau darauf schaut, was am Ende an Fotomengen bzw. bearbeiteten Bildern geliefert wird. Nur dann erhaltet ihr einen objektiven Blick auf die Angebote. Ganz wichtig ist, mehr Bilder heißt nicht gleich mehr Qualität! Meist ganz im Gegenteil. Überlegt euch ob ihr wirklich die angebotenen 2.000 Bilder von eurer Hochzeit benötigt und was ihr später damit machen wollt oder ob es nicht einige hundert vielleicht auch tun, die dafür euren Tag perfekt Wiedersiegeln. Meine Erfahrung ist, das je nach Hochzeit ein Wert von 600-1.000 Bilder bei einer Hochzeitsreportage mehr als ausreichend sind.


4. FEHLER: VORBESPRECHUNG? BRAUCHEN WIR KEINE! WAS IST DAS ÜBERHAUPT?

Hier und da kommt es vor, dass ich eine Anfrage für eine Hochzeit bekomme und das Brautpaar mich nach Abgabe der Kosten direkt buchen möchte. Ohne Kennenlernen nehme ich grundsätzlich keinen Auftrag an, denn das kann für beide Seiten nach hinten losgehen.

Kein anderer Dienstleister wird an eurem Hochzeitstag so viel Zeit mit euch verbringen, wie der Hochzeitsfotograf. Und das in durchaus intimen Momenten. Vom Getting Ready bis zur Party ist der Fotograf immer dort, wo das Brautpaar ist. Es wäre also extrem bitter, wenn die Person hinter der ansprechenden Website so gar nicht zu euch passt. Das ist auch gar nicht böse gemeint, mit manchen Leuten kann man super und die Chemie passt von Anfang an, mit anderen passt es eher nicht so gut. An eurem Hochzeitstag wollt ihr nicht, dass irgendwo der Schuh drückt (außer vielleicht nach stundenlangem Tanzen ;-) . 

Deswegen kann ich jedem Brautpaar nur empfehlen: Lernt die Person hinter den Bildern, der Website oder der Kamera kennen. Ganz ungezwungen per Video-Call oder wenn möglich, sogar bei einem Kaffee. Macht euch vorher ein paar Gedanken zu eurer Hochzeit und schreibt euch alle Fragen auf, die euch einfallen (siehe 5 Tipps wie ihr euren Hochzeitsfotografen findet). Die Vorbesprechung ist der ideale Ort, um all diese Fragen zu beantworten. Lasst euch spätestens bei der Vorbesprechung eine Hochzeitsreportage über einen gesamten Hochzeitstag, zeigen.

Wenn also alle eure Fragen beantwortet sind, ihr eine oder mehrere Ganztagesreportagen gesehen habt und wenn euch euer Gegenüber auch noch sympathisch ist – juchuuu: Ihr habt gerade euren Hochzeitsfotografen gefunden! 

 

5. FEHLER: LIEFERUNG DER DATEN?

Wenn ihr bis hierhin gelesen habt, denke ich, es ist mehr als deutlich geworden, warum ich ganz klar einen Profi für eure Hochzeitsfotos empfehle. Denn wie gesagt: Man kann den Tag nicht zurückdrehen!
Bevor ihr nun aber mit der Suche loslegen könnt, lasst uns noch schnell auf den letzten Fehler eingehen: Die Lieferung der Daten. Denn auch hier kann Einiges in die Hose gehen und ihr könnt am Ende nicht mal eure Fotos ausgedruckt an die Wand hängen!

Ich bin ein Verfechter von: Weniger ist mehr! Ihr schaut euch niemals tausende von Bilder an und auch von den Pärchen-Hochzeitsshooting reicht eine gute Auswahl, dafür aber qualitativ gut, aus.

Über alle Bilder wird der Fotograf einen generellen Bereinigungsfilter und wahrscheinlich noch seinen Farbfilter laufen lassen. Grundsätzlich wird der Fotograf aber nicht alle Bilder im Detail bearbeiten können. 

Für die Nutzung der Bilder gibt es je nachdem wie ihr diese nutzen wollt, unterschiedliche technische Anforderungen:

  • Verwendung Fotobuch: 300dpi, maximale Auflösung

  • Bilder in groß an die Wand: 300dpi, als Bsp. für ein 70x50 cm Bild benötigt ihr idealerweise 5.184 x 3.456px

  • Diashow: für eine 4K Diashow benötigt ihr eine Auflösung von 4.096 x 2.160px

  • Nutzung Internet: 72dpi, 800-1.500px Breite

Ich empfehle euch die Bilder von eurer Hochzeit gleich im richtigen Format liefern zu lassen. Einmal in einer Webauflösung (z.b. 1.500px, 72dpi) und einmal im maximal Auflösung (5.000px, 300dpi), so dass ihr gleich mit eurem Projekt (Fotobuch, Diashow,…) anfangen können und nicht euch erst noch mit der Konvertierung auseinandersetzten müsst.